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Der Blog

Von der Kundentreue zur Einsatzbereitschaft der Arbeitskräfte: Einblicke von Brian Truesdale, CEO von Elevate Healthcare, auf der IMSH 2026

„Bei unseren Innovationsbemühungen sind wir stets ergebnisorientiert. Indem wir das Ergebnis in den Vordergrund stellen, entwickeln wir die Lösung vom gewünschten Endergebnis ausgehend und leiten daraus die Technologien ab, die wir anwenden müssen.“

– Brian Truesdale, CEO, Elevate Healthcare

Brian Truesdale betont, dass sich die Ausbildung im Gesundheitswesen über die reine Betrachtung des Realismus hinaus weiterentwickelt.

In einem Gespräch mit HealthySimulation.com auf der IMSH 2026 beschrieb Brian einen deutlichen Wandel in der Herangehensweise an Innovationen: Man beginne nicht mit Werkzeugen, sondern mit klar definierten Leistungszielen und Ergebnissen.

Jahrelang konzentrierte sich die Innovation im Bereich der Simulation auf die Steigerung des Realismus. Lebensechtere Mannequins. Realistischere Physiologie. Immersivere Umgebungen.

Diese Entwicklung war notwendig. Sie legte den Grundstein.

Nun verlagert sich die Herausforderung.

Der Druck, dem die Ausbildung im Gesundheitswesen heute ausgesetzt ist, besteht nicht allein darin, wie realistisch ein Szenario wirkt. Laut Brian liegt der wahre Test darin, wie effektiv Simulationen Lernende auf die Praxis vorbereiten. Realismus allein kann die größere Herausforderung nicht bewältigen: die Förderung der Kompetenzentwicklung der Lernenden in großem Umfang.

Diese Herausforderung wird durch reale Einschränkungen noch verschärft. Es herrscht nicht nur Mangel an Pflegekräften und Ärzten, sondern auch an Lehrenden. Diese sind stark überlastet und müssen den steigenden Verwaltungsaufwand, die Dokumentationspflichten und die Erwartung zeitnahen, umsetzbaren Feedbacks unter einen Hut bringen.

Wie Brian in seinem Interview anmerkte, besteht eine der wichtigsten Chancen, die vor uns liegen, darin, die Pädagogen von der „Aufgabenarbeit“ zu befreien, damit sie sich auf die Arbeit konzentrieren können, die wirklich zählt: die Anleitung der Lernenden, das Coaching von Fähigkeiten und die Festigung der Leistung.

Die Frage lautet nicht mehr:
Wie realistisch sieht es aus?

Die Frage lautet:
Wie effizient führt es Lernende zur Kompetenz?

Dieser Wandel bedeutet eine Verlagerung von hoher Wiedergabetreue als Maßstab hin zu hoher Wirkung als wahrem Erfolgsmaßstab.

Künstliche Intelligenz spielt bei diesem Wandel eine entscheidende Rolle, aber sie soll menschliches Fachwissen nicht ersetzen.

KI-gestützte Evaluierungslösungen können:

  • Reduzieren Sie die Videoanalysezeit von Stunden auf Minuten.
  • Feedback innerhalb von Stunden statt Wochen geben.
  • Strukturierte Unterstützung bei der Punktevergabe bereitstellen

In einer Fallstudie mit dem Büro für standardisierte Patientenschulungen der University of Alabama at Birmingham (UAB) wurde die KI-gestützte Transkriptprüfung als Entscheidungshilfe für die Qualitätssicherung von Checklisten evaluiert. Die Studie verdeutlichte, wie die Lehrenden stets aktiv in den Prozess eingebunden bleiben können, während die Automatisierung die Bewertung und Auswertung übernimmt.

Der KI-Assistent Ehli von LearningSpace nutzt intelligente Automatisierung, um diese wiederkehrenden Bewertungsaufgaben zu übernehmen. Ehli liefert konsistente und zuverlässige Ergebnisse für alle Lernenden und Sitzungen und unterstützt Simulationszentren dabei, Zeit und Ressourcen effizienter einzusetzen und gleichzeitig qualitativ hochwertige Lernergebnisse zu erzielen. KI allein ist jedoch nur ein Teil der Lösung; diese Tools entfalten ihre volle Wirkung erst, wenn sie in ein vernetztes, umfassendes Simulationsökosystem integriert sind.

Simulation funktioniert nicht isoliert. Sie muss physische Erfahrungen, digitale Managementplattformen, Datenerfassung und Kompetenzrahmen zu einem zusammenhängenden Ökosystem verknüpfen.

Wenn diese Elemente zusammenwirken, erfolgt das Feedback schneller. Daten werden nutzbar. Programme erhalten einen besseren Einblick in den Lernfortschritt.

Die Integration stärkt die Verteidigungsfähigkeit, verbessert die betriebliche Effizienz und positioniert Simulationsprogramme besser, um ihren Wert gegenüber der akademischen und der Gesundheitssystemleitung zu demonstrieren.

Organisationen im Gesundheitswesen erwarten von Absolventen, dass sie nahtlos in klinische Aufgaben wechseln können. Hochschulen stehen unter Druck, sicherzustellen, dass die Studierenden nicht nur akademisch, sondern auch operativ vorbereitet sind.

Simulationszentren sind so konzipiert, dass sie reale klinische Umgebungen widerspiegeln, und die Lehrpläne orientieren sich an den Erwartungen der Arbeitskräfte.

Das Ergebnis ist eine sich verringernde Kluft zwischen dem im Unterricht erworbenen Wissen und der klinischen Anwendung.

Bereitschaft wird von Gesundheitsorganisationen zunehmend erwartet.

Die Simulation ist die Brücke, die dies ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund betonte Brian die nächste Frage für Simulationsprogramme: Wie kann sich die Simulation weiterentwickeln, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden?

Während des gesamten Gesprächs kehrte Brian immer wieder zu einem zentralen Thema zurück: Man beginnt mit den Ergebnissen und arbeitet sich rückwärts vor.

Innovation in der Simulation bedeutet nicht, die Komplexität zu erhöhen. Es geht darum, bessere Ergebnisse zu ermöglichen.

Da ergebnisorientiertes Design weiterhin Innovationen prägt, wird sich die Simulation von einem wirkungsvollen Lehrmittel zu etwas Strategischerem entwickeln – zu einem Treiber messbarer Arbeitskräftebereitschaft.

Die Institutionen, die sich diese Denkweise zu eigen machen, werden nicht nur mit dem Wandel Schritt halten, sondern ihn auch anführen können.

Das vollständige Gespräch können Sie unten ansehen.